12 Antworten

  1. Sabrina
    Sabrina 21. Juni 2014 at 15:08 | | Antworten

    Hallo zusammen!

    Ich habe mich köstlich über die Folge Gegenrede! amüsiert.

    Mir sind so einige Kommentare dazu eingefallen:
    Das Mädchenklischée der 90er kann ich nur teilweise erfüllen: Ich HASSTE die Diddelmaus und bunte Stifte.

    Briefhefte führte ich nie mit jemandem, aber dafür eine Alias-Brieffreundschaft mit einer Freundin. Wir gaben uns Pseudonyme und schrieben uns gegenseitig an das andere Ich.

    Magic und Capz hat mich gelangweilt.

    Erinnert ihr euch noch an die Center Shock Kaugummis? Das war ganz großer Hype bei uns in der Klasse, auch wenn ich bis heute nicht verstehen kann warum. Ist auch so ein Thema, woran ich mich nicht beteiligen wollte. Wie kann ein Kaugummi nur solche Faszination ausstrahlen?, fragte ich mich.

    Vielleicht solltet ihr mal eine Episode über Süßigkeiten der 90er machen.

    Sailor Moon ganz große Klasse! Gucke ich heute noch gerne. Takeshis Castle und American Gladiator werde ich nie vergessen. Genauso wenig wie das Familienduell.

    Zwei TV-Frauen, die das Prinzessinnenklischée nicht bedient haben, sondern eher in Richtung burschikose Heldin gingen: Prinzessin Fantaghiro und Lady Oscar.
    Ersteres ist eine 10teilige Fantasy-Märchen-Reihe über eine Prinzessin, die sich weigert sich wie eine Prinzessin zu verhalten sondern lieber Abenteuer besteht, wie zum Beispiel eine böse Hexe zu besiegen. Die Serie war bei uns Anfang bis Mitte der 90er in aller Munde. Lief immer an Weihnachten im Fernsehen (ich glaube auf Sat1) und gehörte zu Weihnachten einfach dazu. Prinzessin Fantaghiro wurde bei uns sogar in der Schule als Theaterstück aufgeführt.
    Lady Oscar ist ein sehr, sehr altes Animé, das aber in Deutschland erst ab 1992 ausgestahlt wurde auf RTL2. Es handelt von einem Mädchen, das als Junge erzogen wird und infolge dessen als Soldat in die Leibgarde des französischen Königs aufgenommen wird. Sie wird zum Hauptmann der Leibgarde und erlebt aus dieser Sichtweise die französische Revolution. Eines der anspruchsvollsten und lehrreichsten Animés, das ich kenne. Es gab ein Haufen Mädchen in meiner Klasse, die alle wie Lady Oscar sein wollten.

    Der Einzug der Computer und des Internets ist bei uns zu Hause fast völlig ausgeblieben in den 90ern. Daran verschwendeten meine Eltern überhaupt keinen Gedanken. Mein Vater konnte ja noch nicht einmal den Videorekorder bedienen. Ein Computer im Haus war absolut unvorstellbar.
    1998 (da war ich 12) war es dann endlich so weit: Mein erster Rechner! Ich hatte das fragwürdige Glück einen ausrangierten Rechner vom Mann meiner Cousine geschenkt zu bekommen. Es war ein 286er! Der lief mit DOS und ich konnte damit nichts weiter tun als schreiben. Einen modernen Drucker konnte ich auch nicht anschließen; es funktionierte nur mit einem uralten Drucker, der ein lausiges Druckbild hatte, für 20 Seiten eine Stunde brauchte und dabei Geräusche machte wie der Bohrer beim Zahnarzt. Darum habe ich meine ersten Bewerbungsschreiben (zum Schülerpraktikum und für Ferienjobs) noch mit Schreibmaschine getippt.
    2003 brachte Aldi dann einen günstigen WindowsXP raus samt kompletter Hardware. Meine Mutter schenkte mir das Set überraschender Weise zu Weihnachten. Mit diesem Rechner bekamen wir auch endlich Internet. Den Rechner besitze ich heute immer noch (inklusive Kugelmaus!!!) und er funktioniert noch einwandfrei, wenn auch seeeehr langsam.

    Aber was soll ich sagen? Für mich war es damals, 2003, eigentlich schon zu spät, um mit Computer und Internet anzufangen. Ich war inzwischen 17. Ich war 17 Jahre lang super ohne Computer und Internet ausgekommen. Ich konnte überhaupt nicht verstehen, warum meine Freunde davon so begeistert und abhängig waren. Computerspiele waren für mich völlig überflüssige Erfindungen und wie Lan-Partys funktionieren konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen. Ich taste mich nur sehr, sehr langsam an dieses ganze Computer-Brimborium ran, weil ich immer noch denke, dass man es eigentlich nicht braucht.
    Bis heute ist mir das Internet eher unheimlich und ich gehe immer noch lieber in die Bibliothek zum recherchieren, als etwas zu googeln. MP3s habe ich nie verwendet. Youtube benutze ich nicht, um Musik zu finden. Musik unsichtbar und untastbar auf dem Computer zu speichern hat für mich keinen Reiz; ich brauche einen Tonträger zum Anfassen, um Spaß an der Musik haben zu können. Ich gehe deshalb immer noch regelmäßig in den CD-Laden bzw. sitze vor dem Radio und drücke die Record-Taste des Kassettendecks, wenn ein Stück kommt, das ich gerne hätte.

    Oh, und noch ein Thema, das unbedingt mal als Episode kommen sollte: Boybands!

    Grüße
    Sabrina

    1. Harle
      Harle 29. Juli 2014 at 9:20 | | Antworten

      Center Shock ist auch immer noch ein Knüller! Zwar jetzt wohl doppelt so teuer wie damals am Kiosk (10 Cent pro Kaugummi!), aber immer noch so sauer. Ich glaube, für uns Jungs war das so eine Art Männlichkeitsbeweis/-test, da sie so sauer waren, dass man fast automatisch das Gesicht verziehen musste. Also bei möglichst gleichbleibender Miene das Kaugummi kauen.

      Boybands sollten definitiv drankommen, das ist ein zu großes Thema, als dass man es auslassen könnte. Da kann ja Alexa auch wieder mitmachen, da Philipp und Jan ihre Wände wohl eher nicht mit Backstreet Boys-Postern zugepflastert haben (war bei Philipp Dank der AOL-CDs ja eh kein Platz mehr) und den Fanatismus nur von Außen beobachten konnten.

  2. Kirsten
    Kirsten 4. Juli 2014 at 22:19 | | Antworten

    Sehr schöne Folge, ich bin zwar eher ein Kind der 80er, aber ich habe genug der Klischees mitgemacht, um mich zu identifizieren 🙂
    Und dann lese ich doch heute vom Ende der Diddl-Maus:
    http://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2014-06/diddlmaus-dankt-ab-gesellschaftskritik

    Weiter so, Kirsten

  3. Jimmy
    Jimmy 5. Juli 2014 at 9:27 | | Antworten

    Hallo zusammen,

    wieder eine sehr schöne Folge.

    Was mich besonders interessiert, wieso wird der Jan mal als „Jan“ und dann als „Jean“ ausgesprochen. Ist das eine typische Spitznamensache die man irgendwann sein lässt oder die nicht alle mitmachen?

    Macht weiter so … vielleicht irgendwann mit etwas besseren Mikrofonen! 🙂

    LG
    Jimmy

  4. Xiam
    Xiam 16. Juli 2014 at 15:57 | | Antworten

    Hey, ich habe heute versucht den Podcast direkt runter zu laden, aber es geht nicht. Abspielen im Browser geht auch nicht. iTunes kommt mir — wie alle angebissenen Äpfel — nicht ins Haus.

    Könnt ihr mal checken, was da los ist?

  5. Harle
    Harle 29. Juli 2014 at 9:15 | | Antworten

    Sehr interessante Folge und erstaunlich, wie viele Überschneidungen es mit den eigenen Erfahrungen gibt. Die bunten Stifte der Mädchen, komische Alternativen zu dem Punkt über dem i/Umlauten, Diddelpapier, die ganzen Briefchen, die sie miteinander geschrieben haben und so weiter. Wie das heutzutage wohl alles ist?

    Prima, dass ihr LAN-Partys angesprochen habt. Was man damals alles tun musste, damit das mit dem LAN funktioniert. Bzw. was man dachte, dass man tun musste, dank gefährlichem Halbwissen und mangelndem Internetzugang.
    Die Marktreife von Flachbildschirmen war eine absolute wohltat, nie wieder diese Kawenzmänner an Röhrenmonitoren zu Freunden schleppen und hoffen, dass die Plastik-Gartengarnitur dem Gewicht standhält. Ein Freund von mir hatte einen dieser gewaltigen 20 Zöller oder größer, bin mir nicht mehr sicher. Vermutlich mit ein Grund, weshalb wir meistens bei ihm die Partys veranstaltet haben.
    Auch interessant zu erfahren, dass es scheinbar ein allgemeines „Mädchending“ war, zu den LANs zu gehen und einfach zuzuschauen. Ich habe mich zwar immer gefragt, ob ihnen dabei nicht langweilig wird, aber eh, wir waren zu beschäftigt mit CS und UT. Ich freu mich schon auf eure Computerspielefolge(n). Mit vielleicht längerer Geschichte zu Schatten über Riva 😉

    Und zu der Gummibärenbande: war da nicht noch so ein Mädchenbär im grünen Dress? Sehr abenteuerlustig und auch reichlich burschikos?

    Bin gespannt, was noch kommt, es gibt ja mehr als genug Themen!

  6. Christian Becker
    Christian Becker 25. September 2014 at 14:00 | | Antworten

    Versteht mich nicht falsch… Aber die Diskussion über Napster, Filesharing oder Counterstrike passt irgendwie nicht so recht in die 90er.

    Zwar kann man Ursprünge im Jahr 1999 finden… Aber realistisch und die dazu gehörenden Erfahrungen hat man doch eher ab 2000 gesammelt.

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